Fach-Exkursion zur ILE Ilzer Land

Im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung Waginger See – Rupertiwinkel wurde am 18. / 19. November 2016 eine zweitägige Exkursion zur beispielhaften ILE Ilzer Land zum gegenseitigen Austausch unternommen. Bestens organisiert von der Schule der Dorf- und Landentwicklung (SDL) Thierhaupten und fachlich kompetent von den Ämtern für Ländliche Entwicklung Ober- und Niederbayern begleitet, waren sich die Teilnehmer einig: Wir konnten viele interessante Ansätze und Anregungen für unsere eigene Arbeit mitnehmen und der Exkursion viel abgewinnen.

Die ILE Ilzer Land mit einer Fläche von 350 km² und 38.000 Einwohnern liegt 30 km nördlich der Stadt Passau. Die landkreisübergreifende Kommunalallianz von mittlerweile 12 Kommunen rund um das Ilztal im Bayerischen Wald besteht seit der Erarbeitung des bayernweit ersten Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts seit dem Jahr 2005. Nach über zehnjähriger Zusammenarbeit als interkommunale Initiative „Hand in Hand im Ilzer Land“ (Verein Ilzer Land e.V.) ist das Ilzer Land mittlerweile eine Vorzeigeregion, die vom Engagement und der Kreativität der beteiligten Kommunen und ihrer Menschen lebt. In atemberaubender Geschwindigkeit wurden bereits über 400 Projekte umgesetzt.

Die Exkursion ins Ilzer Land ermöglichte mit unterschiedlichen Exkursionsschwerpunkten und Referenten Einblicke in einen langjährigen Prozess, in dem die interkommunale Zusammenarbeit gewachsen und als Marke erfolgreich geworden ist. Die ILE Ilzer Land mit ihren Handlungsfeldern wurde von fünf Bürgermeistern und einer Vielzahl von weiteren Akteuren vorgestellt. Die wesentlichen Stationen waren:

  • Die einfache Dorferneuerungen der Saldenburger Ortsteile Preying und Ebersdorf mit einem herausragenden privaten Engagement in der Ortsmitte von Ebersdorf. Die Themen Nahversorgung, Bistro, Wohnungen und Energie werden in diesem Innenentwicklungsprojekt maßgeschneidert gelöst, wie die Fotos eindeutig beweisen.


Nahversorgung in Ebersdorf, kleine Ortsmitte, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)


Nahversorgung in Ebersdorf mit Café und Dorfladen, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)


Nahversorgung in Ebersdorf mit Café und Dorfladen; Tachings Bürgermeisterin, Ursula Haas und die Leiterin der Tourist Info Waginger See, Eva Gruber im Gespräch mit der Betreiberin von Café und Dorfladen.
Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

  • Die Grafenauer „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ in Kooperation mit der Städtebauförderung und dem Leuchtturmprojekt „Technologie Campus Grafenau“ der Hochschule Deggendorf. Die Innenentwicklungsmaßnahme im Stadtzentrum ist ein regionaler Impulsgeber durch die anwendungsorientierte Vernetzung von Forschung und Wirtschaft, wie uns der 1. Bürgermeister der Stadt Grafenau Max Niedermeier erklärte (siehe Foto). Mit auf dem Bild sind die beiden Vorstandssprecher der Integrierten Ländlichen Entwicklung Waginger See - Rupertiwinkel:Tachings Bürgermeisterin Ursula Haas sowie der Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring, Hans-Jörg Birner.


Das Leuchtturmprojekt „Technologie Campus Grafenau“ der Hochschule Deggendorf; von links Hans-Jörg Birner (1. BGM Kirchanschöring), Max Niedermeier (1. BGM Stadt Grafenau) und Ursula Haas (1. BGM Taching a. See), Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

  • Der Gemeindeentwicklungsprozess in Ringelai, mit dem Keltendorf Gabreta und dem derzeit in Bau befindliche Multifunktionshaus zur Stärkung der ärztlichen Versorgung.


Die Exkursionsgruppe erfährt Näheres zum Gemeindeentwicklungsprozess in der Gemeinde Ringelai, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

  • Das abendliche Zusammentreffen und Vorstellen der Ökomodellregionen Waginger See - Rupertiwinkel und Ilzer Land mit Diskussionen in großer Runde. Informationen zur Akademie für ökologischen Landbau im Lehr- Versuchs und Fachzentrum Kringell gab es anderntags in Hutthurm.
  • Einen Einblick in das Bundesgolddorf Perlesreut mit Haus der Kinder, Innenentwicklung und Marktensemble erhielt die Exkursionsgruppe von Bürgermeister Manfred Eibl. 


Spaziergang durch Perlesreut mit 1. BGM Manfred Eibl, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)


Führung durch das Haus der Kinder in Perlesreut mit 1. BGM Manfred Eibl, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

  • Die Strukturen der ILE Ilzer Land wurden in der Bauhütte vorgestellt. Dort gab es auch eine Podiumsdiskussion mit Wirtschaft, Verwaltung und Bürgermeistern zur Regionalen Vernetzung im Unternehmernetzwerk des Ilzer Landes.


Podiumsdiskussion in der Bauhütte in Perlesreut gemeinsam mit Akteuren der ILE Ilzer Land, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

  • Der Markt Röhrnbach mit der Dorferneuerung der Ortsteile Außernbrünst-Deching und dem interkommunalen Gewerbepark Prombach. Diesen entwickelt auf 7,5 ha ein Zweckverband der Gemeinden Röhrnbach und Perlesreut an einem landschaftlich und verkehrstechnisch geeigneten Standort.


Die Exkursionsgruppe, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

  • Der Markt Hutthurm zählt 732 Gewerbetreibende und entwickelte an einem lagegünstigen und landschaftlich geeigneten Standort am Ortsrand für seine großen mittelständischen Betriebe ein Gewerbegebiet. In Zusammenarbeit mit der Städtebauförderung wird derzeit das Marktzentrum neu gestaltet.

An dieser Stelle sei allen Akteuren und Bürgermeistern der ILE Ilzer Land und den Organisatoren unserer Exkursion Herrn Werner Weny (Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern) und Herrn Guido Romor (Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern) ein herzliches Dankschön für ihre Mühe und die lehrreichen Einblicke ins Ilzer Land ausgesprochen: Die beiden Tage waren perfekt!
Danke auch an Herrn Romor, der uns die Bilder und Texte zur Verfügung gestellt hat.

Eingangsbild: Spaziergang durch die Stadt Grafenau mit Führung von 1. BGM Max Niedermeier, Bild von Guido Romor (Amt f. Ländliche Entwicklung Oberbayern)

 

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