Einblick in die Arbeit auf einem Biohof

Verbraucher und Landwirte mit dem Kreisbildungswerk und der Ökomodellregion auf Tour: Ein Igelhaus mit Dachbegrünung, Rankrosen, die in den Ahornbaum wachsen dürfen, Insektenhotels, Ringelblumen und Tagetes als Bodendecker bei den Tomaten, ein Haus für 20 Hühner diverser Rassen, die ein langes schönes Leben haben: Zahllos sind die liebevollen Details am Naturland-Hof der Familie Götzinger, die sich auf Bioweideochsen-Mast und Biokalbinnen-Aufzucht spezialisiert hat – eines der Ziele der Exkursion „Bio erleben in Teisendorf“. Auf Einladung des Katholischen Bildungswerks Berchtesgadener Land und der Ökomodellregion Wagingersee-Rupertiwinkel erlebten 16 Interessierte verschiedensten Alters einen spannenden und informativen Nachmittag. Ziel waren zwei der mehr als 30 Bio-Höfe in der Gemeinde Teisendorf und ein Bio-Bäcker.


Thea Götzinger zeigt ein auseinanderbaubares Insektenhotel, das die Funktionsweise dieser Nisthilfe verdeutlicht. Dicht an dicht sind in den Röhrchen Insekteneier und Futter von Wildibienen (Solitärbrüter) gestapelt, Bild von Veronika Mergenthal . 

Gartenbäuerin Thea Götzinger führte die Gäste in Stötten durch ihren herbstlichen Bauerngarten  und stellte dann zusammen mit dem Betriebsleiter, ihrem Sohn Franz Götzinger Junior, und ihrem Mann Franz die Arbeitsweise am Hof vor. Vor 20 Jahren hat der Nebenerwerbs-Betrieb auf Bio umgestellt. Im Jahr 2000 fand er als Alternative zur Milchwirtschaft in der Biokalbinnen-Aufzucht eine Marktlücke, die freilich auch besser bezahlt werden sollte, wie die Bäuerin betonte.     Insgesamt sind etwa 85 Rinder am Hof. Die Kalbinnen bekommt der Betrieb von einigen benachbarten Höfen, nachdem sie wie im Ökolandbau vorgeschrieben drei Monate lang mit Vollmilch gefüttert wurden. Einige Wochen vor der Geburt des ersten Kalbes, mit gut zwei Jahren, werden die in Stötten besamten Kalbinnen trächtig an die Partnerbetriebe zurückgegeben.

Der andere Zweig, die extensive Mast von Bioweideochsen, erfordert viel mehr Aufwand als die herkömmliche konventionelle Bullenmast, bei der die Stiere mit einem halben oder dreiviertel Jahr geschlachtet werden. Die Verbraucher erfuhren, dass die Ochsen zweieinhalb Jahre lang mit sehr viel Grünfutter - Gras, Silage und Heu – aufgezogen werden und im Sommer ganz auf der Weide leben. Diese langsame, artgerechte Mast merkt man an der Qualität des Fleisches, das viel Omega3-Fettsäure enthält. Aufgrund der längeren Dauer und des höheren Platzaufwands wäre, wie Marlene Berger-Stöckl, Koordinatorin der Ökomodellregion, betonte, ein sehr viel höherer Preis für dieses besondere Fleisch erforderlich, damit heimische Betriebe auch künftig davon leben können.

Der Vorteil bei der Familie Götzinger ist, dass der Senior als Zimmerer und der Junior als Maurer den Stall in Eigenregie kreativ und zweckmäßig umbauen konnten. So entstand beispielsweise aus zwei überdachten Fahrsilos ein offener Ochsenstall. „Man muss alles können als Bauer: Maurern, Elektroarbeiten, Maschinenrichten“, so das Credo von Franz Götzinger Senior.

Ein echter Biopionier ist Matthias Spiegelsperger aus Wimmern, der bereits in den 80ern auf Ökolandbau umstellte und später dem Demeter-Verband beitrat. Der kleine Betrieb, weitgehend im Vollerwerb geführt, hat 13 Pinzgauer-Kühe mit Hörnern plus Nachzucht. Rein aus Grünfutter bringen die Tiere eine Leistung von etwa 4500 Litern. Wechselnd stehen sie auf zwei bis drei hofnahen Koppeln. Auf 1,8 Hektar Acker gedeihen nacheinander Dinkel und die alte Sorte „Laufener Landweizen“, Kartoffeln und Feldgemüse, Hafer, Winterroggen und das zweijährige Kleegras. Durch diese Fruchtfolge gibt es kaum Unkrautdruck. Die Teilnehmer hatten viele Fragen, etwa, ob Ampfer auf der Weide bekämpft werden muss. Laut Spiegelsperger ist dieser kein Problem, da es keinen überhöhten Stickstoff-Eintrag gebe. Die Frage, ob die Dürre einen Einfluss auf den Ertrag hatte, konnte der Bauer verneinen: Die Kartoffelernte sei sogar sehr gut ausgefallen. Aus Dinkel und Roggen wird am Hof alle zwei Wochen ein Vollkorn-Sauerteig-Brot gebacken, das ein fester Kreis an Stammkunden kauft. Durch bodenschonende Geräte wie Mähdrescher mit geringer Spurbreite vermeidet er Bodenverdichtung und erhält das aktive Bodenleben. Zwischen zwei etwas weiter entfernten Waldstücken hat der Betriebsleiter zwei landschaftsbildprägende Hecken angelegt, die eine Nahrungsquelle für Vögel und Zuflucht für Wildtiere sind.     


Viel Bewunderung fand der herbstliche Bauerngarten von Thea Götzinger (vorne links), Bild von Veronika Mergenthal. 

Mit einer Brotzeit beim Teisendorfer Bäcker Andreas Neumeier, der auch Bioprodukte aus Laufener Landweizen bäckt, und einem offenen Austausch klang die Führung aus. Der Umgang mit regionalen Rohstoffen und schwankenden Qualitäten verlange vom Bäcker wesentlich mehr Erfahrung als normiertes Standardmehl, es mache das Backen aber auch interessant, erklärte Neumeier. Der Trend gehe im Bäckereigewerbe allgemein wieder weg von Fertigbackmischungen hin zu mehr hoher Qualität im Bäckerhandwerk.

Unter den Teilnehmern waren neben interessierten Verbrauchern auch andere Biolandwirte, die sich Anregungen holten, wie Annelies Gebhard-Kecht aus Jakobspoint bei Tettenhausen, die Biomilchkühe hat. Sie steht kurz vor der Hofübergabe an ihre Tochter Veronika Moser, die auch ihre Anna (3) dabei hatte, und deren Mann. „Wir haben gute Berufe. Ich bin Krankenschwester und mein Mann baut weltweit Maschinen auf“, erklärt Veronika Moser. Sie seien daher in der „Findungsphase“, um den Hof weniger arbeitsintensiv nebenbei weiter bewirtschaften zu können.

Eingangsbild: Die Bauernfamilie Franz Götzinger senior, Franz Götzinger junior und Thea Götzinger (3. bis 5.v.li.) mit Exkursionsteilnehmern vor der weitläufigen Weide, Bild von Veronika Mergenthal. 

Ein Bericht von Veronika Mergenthal (Südostbayerische Rundschau vom 10.10.2018).

Auf den Einzelnen kommt es an - Vortrag zu Nachhaltigkeit

Mit einem Vortrag zur Ökologie rundeten die Oberstufenschüler des AKG ihr Wissen um Landschaftsnutzung, Tourismus und die Verantwortung des Einzelnen als Verbraucher ab. Beate Rutkowski vom BUND Naturschutz in Bayern und Marlene Berger-Stöckl von der Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel gaben eindruckvolle Einblicke in ihre Arbeit.

Beate Rutkowski griff den Begriff Nachhaltigkeit auf, den Schulleiter Bernd Amschler in seinem Grußwort angesprochen hatte und der für die Umweltschule AKG als Leitlinie dient. Es gehe darum, so erklärte Rutkowski den Begriff, dass alle Menschen auf der Erde jetzt und in der Zukunft dieselben Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft haben. Das bedeutet, dass die verfügbaren Ressourcen für alle Menschen – auch diejenigen, die in der Zukunft leben – verfügbar sein sollen. Für industrielle Produktionsprozesse bedeute dies, dass Metalle und die aufwändig zu gewinnenden Seltenen Erden nachhaltig gewonnen und genutzt werden, für die Lebensgrundlagen des einzelnen Menschen geht es um die Ressourcen Boden, Wasser und Luft, die Zerstörung und Verschmutzung ausgesetzt sind. Beate Rutkowski stellte klar: „Nachhaltig leben ist möglich!“ So würden die derzeit hergestellten Lebensmittel ausreichen, um zwölf Milliarden Menschen zu ernähren, von diesen Lebensmitteln wird jedoch eine große Menge an Getreide für die Fleischproduktion verbraucht. Beate Rutkowski merkte an, dass es derzeit in vielen Ländern der Erde mehr Rinder als Menschen gäbe. Ebenso sei es ein Trugschluss, dass industriell hergestellte Lebensmittel die Basis für die Ernährung darstellten: 75 Prozent der Nahrungsmittelproduktion weltweit stammten aus kleinbäuerlichen Betrieben, und diese gelte es zu unterstützen, so die Kreisvorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern. Der institutionelle Naturschutz, den der BUND mit seinen über 3000 Mitgliedern im Landkreis Traunstein vertritt, kann im Gegensatz zum behördlichen Umweltschutz frei von Weisungen aus der Amtshierarchie arbeiten. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit setze der Umweltschutzverband damit, Nachhaltigkeit umzusetzen, dies bedeute, sich z.B. für eine ökologische Landwirtschaft einzusetzen, die ohne Pestizide und ohne Gentechnik arbeitet. Klassische Zuchtwahl ist bekanntermaßen zeitaufwändig, biete aber den unschätzbaren Vorteil, dass sich neue Merkmale unter unterschiedlichsten Umweltsituationen bewährt haben, bevor sie zum großflächigen Einsatz kommen. Schnelle Ergebnisse aus genveränderten Pflanzen können genau dies nicht, die Wechselwirkungen mit der Umgebung können gerade auch wegen der Geschwindigkeit der Entwicklung nicht auf ihre langfristigen Auswirkungen abgeschätzt werden.

Auch die Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel steht für die Zielsetzung, den Ökolandbau zu fördern und mehr Landwirte zum langfristig erfolgreichen Umstieg auf einen Bio-Betrieb zu beraten, und setzt außerdem ökologische Projekte mit allen Landwirten um. Was bayernweit mit fünf Ökomodellregionen begann, ist im Moment auf zwölf Regionen angewachsen, in Bayern stehen weitere Ökomodellregionen in den Startlöchern. „Durch die Veränderungen in der Landwirtschaft, durch den Druck, mit weniger Arbeitskräften und größeren Maschinen mehr zu erzeugen, verändert sich auch die Landschaft“, führte Marlene Berger-Stöckl von der Ökomodellregion aus. Im Biolandbau gibt es noch mehr Felder, auf denen Kleegras wächst, Dinkel angebaut wird oder der Laufener Landweizen extensiv gedeiht. Die Fruchtfolgen sind meist vielfältiger, durch den Verzicht auf Pestizide gibt es eine Begleitflora, die als Futtergrundlage für Insekten und Vögel dient, es gibt mehr Hecken und oft auch mehr Beweidung. Es herrscht damit ein anderes Erscheinungsbild, als wenn artenarme intensiv genutzte Wiesen und Maisfelder vorherrschen, allerdings ist der Bewirtschaftungsaufwand im Ökolandbau höher. Mag das Landschaftsbild für einen Landwirt, der unter wirtschaftlichem Druck steht, nicht im Vordergrund stehen, so ist es für den Tourismus in einer Urlaubsregion sehr wohl von Bedeutung, ob die Gäste die Landschaft als ästhetisch und schön oder als monoton empfinden. Ein Ausweg aus der Spirale, immer mehr und das auch immer günstiger zu produzieren, könne der Umstieg auf Öko-Landbau sein. Allerdings sei wegen des höheren Aufwands für die Herstellung der Produkte und die damit verbundenen Umweltleistungen ein fairer, höherer Preis notwendig. „Nur wenn Verbraucher die Produkte zu einem fairen Preis abnehmen, können die Landwirte auch ökologisch wirtschaften.“ Auch wenn der Markt für Bio-Lebensmittel wachse, seien zum Beispiel Molkereien nur in dem Maße bereit, so viel an Bio-Milch abzunehmen, wie sie dann auch verkaufen könnten. Somit sei der Absatz der limitierende Faktor für umstellungswillige Landwirte. Für die Ökomodellregion sei es wichtig, dass sie mit allen Landwirten, konventionellen wie ökologisch arbeitenden, gemeinsam ökologische Projekte durchführt.

Eines dieser Projekte ist die Arbeitsgruppe „Streuobst und Artenschutz“ in der Ökomodellregion, der Beate Rutkowski vorsteht. Das Streuobst ist ein uralter Bestandteil der Landschaft, es diente den Menschen als wichtige Vitaminquelle. Viele verschiedene Obstbaumarten, unter die sich gerne auch ein Walnussbaum mogelte, waren später im Weg, weil sie den effizienten Maschineneinsatz behinderten oder für Wohnraum und Gewerbegebiete weichen mussten. Um die Ästhetik und den ökologischen Nutzen der Streuobstwiesen wiederzubeleben, werden innerhalb der Streuobstinitiative der Ökomodellregion in enger Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Traunstein, der dabei die Federführung hat, bis Herbst ca. 750 Bäume neu gepflanzt, die während ihrer Nutzung als Obstbäume vielen Arten als Offenland-Lebensraum zur Verfügung stehen. Im Wald ist der Bestand zu dicht und die Wiese allein bietet nicht den Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten sowie Fledermäuse, eine Funktion, die die Bäume später auch als Totholz haben werden.

Dass die beiden Vorträge die Schüler angesprochen haben, merkte man auch an der anschließenden ausdauernden Diskussion, für die sich Beate Rutkowski und Marlene Berger-Stöckl noch die Zeit nahmen und bei der sie auf die Argumente der Schüler  eingingen.

Eingangsbild: Beate Rutkowski erklärte den Schülern die Naturschutzarbeit des BUND, Bild von Helmut Floder. 

Ein Bericht von Helmut Floder (Südostbayerische Rundschau vom 16.08.2018).

Einladung zur Fahrradrundreise durch die Ökomodellregion

Auf einem entspannten Fahrradausflug zu verschiedenen Biohöfen lernen wir Menschen kennen, die sich für eine ökologische Landwirtschaft und für Lebensmittel mit hoher Qualität einsetzen. In der Ökomodellregion gibt es viel zu entdecken.

Tag 1: Freitag, 21.9.2018 (ca. 43 km)

Anreise nach Garching /Alz. München Ost ab 7:16, Markt Schwaben 7:31, Dorfen 7:53, Umsteigen in Mühldorf an 8:16, ab 8:30. Garching an 8:41.

9:00 Start in Garching am Bahnhof zur Radtour auf dem Alzradweg über Trostberg (Stopp im dortigen Bioladen) und Altenmarkt (evtl. mit dem Kloster Baumburg) nach Stein an der Traun. Unterwegs picknicken wir mit der mitgebrachten Brotzeit.

Ankunft gegen Mittag. Führung durch die einzig begehbare Höhlenburg Deutschlands, erleben Sie hautnah das faszinierende Gefühl eines Raubritters und lassen Sie sich durch die rauen Sitten des Mittelalters führen. Anschließend Führung durch die Schloßbrauerei mit ihrer 500- jährigen Geschichte. Danach Verkostung im hauseigenen Bräustüberl der Bio-Biere mit heimischer Braugerste aus der Ökomodellregion und alkoholfreien Getränke .

Weiterfahrt nach Waging am See.  Unterbringung im Hotel Eichenhof und Abendessen a la carte.  

Begrüßung durch Projektmanagerin Marlene Berger-Stöckl und Vortrag zur Ökomodellregion, gemeinsamer Gedankenaustausch.


Die Braugersten-Bauern mit Brauer Markus Milkreiter im Braugerstenfeld, Bild von Anne Bogdanski, Ökomodellregion.

Tag 2: Samstag 22.9.2018 (ca. 55 km)

Abfahrt nach Tengling zum Demeterhof Franz Obermeyer (Tagwerk-Betrieb). Besichtigung des Betriebs mit seinen Raritäten wie Urgetreide, Hülsenfrüchte, Buchweizen etc. Weiter nach Grassach bei Tittmoning zum Biokreisbetrieb  Betrieb Glück. Besichtigung des Betriebs mit Hofladen, Feldgemüse und Laufener Landweizen (regionale Urweizensorte), anschließend gemütliches Mittagessen mit Gulasch vom hofeigenen Rind (alternativ Chili vegetarisch) unterm Kastanienbaum.

Wir radeln weiter durch das Quellgebiet Maria Ponlach zur Stadt Tittmoning, einer städtebaulichen Perle im Rupertiwinkel.  Am Abend gibt es ein Biobuffet mit Zutaten aus der BIO-Genuss Kiste vom Waginger See.

Tag 3: Sonntag 23.09.2018 (ca. 24 km)

Heute geht’s nach Muttering (Kirchanschöring) zu Attl´s Bio-Ziegenhof.

Anschließend radeln wir nach Watzing (Kirchanschöring) zum Bioland-Betrieb Steinmaßl. Michael Steinmaßl zeigt uns seinen Gemüse-Anbau Betrieb.

Anschließend radeln wir in das Schönramer Filz mit seiner beeindruckenden Moorlandschaft. Kurzer Stopp am Cranberry Feld, wo 10 Bienenvölker dafür sorgen, dass Ökonomie und Ökologie im Einklang stehen.  Über das Haarmoos geht’s weiter zum zum Abtsdorfer See.

Bei schönem Wetter besuchen wir das Schwimmbad und machen dort mit der mitgebrachten Brotzeit Picknick. Den Käse, Tomaten etc. besorgen wir uns von den am Vormittag besuchten Betrieben. 

Danach geht’s noch ein paar Kilometer nach Laufen. Wer Lust hat kann dort in einer biozertifizierten Eisdiele das verdiente Eis schlecken. Laufen ist ein städtebauliches Kleinod im Stil der Salzacharchitektur, das nur durch die Salzach von der Stadt Oberndorf (Österreich) getrennt ist. Mögliche Besichtigung der Stille Nacht Kapelle, wo das berühmte Weihnachtslied zum 1. Mal uraufgeführt wurde.

Am Abend fahren wir mit dem Zug von Laufen um 17:32 wieder nach Hause (U in Mühldorf) mit Ankunft in Dorfen um 19:10 bzw. in München um 19:55.

Leistungen: 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück im Hotel Eichenhof (Waging),  2 Essen bzw. organisierte Brotzeit, Führungen und Besichtigungen wie beschrieben. Preis: € 190 (Vereinsmitglied € 180). Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen! Änderungen vorbehalten!

„Die Anmeldung für die Fahrrad-Rundreise vom 21. bis 23.09.  läuft NICHT über die Ökomodellregion, sondern über Tagwerk:

Zuerst bis 14.08. über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

danach über den Tagwerk-Verein Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Tel. 08081/ 93 79 20 Frau Schneider).“

Veranstalter: TAGWERK-ÖKOSERVICE GmbH; Urtlfing 2, 84405 Dorfen (Tel 08081 2223, Fax 08081 2209) www.tagwerk.info

Ein Bericht von Ökomodellregion.

Eingangsbild: Attl´s Bioziegenhof, Monika Obermeier, Bild von Daniel Delang, Ökomodellregion.

Einladung zum Bioerlebnistag: Genussradltour am 15.09.18

Bioerlebnistag am 15.09.2018 in der Ökomodellregion - Genussradltour rund um Waging und Otting
Programmablauf:

9:00 Uhr: Wir treffen uns am Bahnhof in Waging; bitte eigenes Fahrrad, passende Kleidung, ackerfestes Schuhwerk und Getränke mitbringen!
Unsere Radtourenführer begleiten uns nach Gessenberg, wo wir einen Zwischenstopp an der sehenswerten Kapelle machen. Weiter geht´s über schöne Nebenstrecken nach Otting. 

9:45 Uhr: Im Ottinger Kirchgarten werden wir vom Bäcker Wahlich empfangen, der einen wunderbaren Biobrotteig aus der alten heimischen Getreidesorte „Laufener Landweizen“ für uns vorbereitet hat. Gemeinsam kneten und markieren wir unsere Brotlaibe und schießen sie in den Holzbackofen ein. Nebenbei verkosten wir ein paar Probierhappen und erschmecken den Charakter kaltgepresster Öle von Ölmüller Hans Niedl, mit Zutaten wie Lein, Senf, Leindotter, Hanf oder Sonnenblumen von Biobauern aus der Ökomodellregion.

11:15 Uhr: Weiterfahrt zum Bioweidemilchbetrieb von Martin Posch in Eibl 2 

11:45 Uhr: Wir lassen uns vom erfahrenen Biobauern Martin Posch zu einer seiner Weiden führen, schauen seiner Herde beim Grasen über die Schulter und lassen uns erklären, wie beste Biomilch klassisch aus Gras und Heu erzeugt wird und was einen Biohof ausmacht.  


Genussradltour rund um Waging und Otting, Bild von Richard Scheuerecker.

12:45 Uhr: Weiterfahrt nach Tettenberg zum Demeter-Gemüseacker 

13:00 Uhr: Ankunft und Empfang durch die Gemüsebäuerin Kristine Rühl. Bei der Begehung des herrlich über dem See gelegenen Gemüseackers bestaunen wir einige der über 50 Gemüsesorten, die Kristine seit einigen Jahren hier in Demeterqualität anbaut. Und das nicht allein: Sie wird dabei von Leuten unterstützt, die hier vorleben, wie eine „solidarische Landwirtschaft“ (SoLaWi) ausschauen kann. Solidarisch heißt, hier helfen alle zsamm, wie früher Bauersleut und Nachbarn auf dem Hof. Hier wird nicht nur die Ernte geteilt, es wird auch gemeinsam gearbeitet, gefeiert und für das Einkommen des Betriebes durch die Abnahme fester Ernteteile vorgesorgt. Wir ernten selbst Gemüse und bereiten frisch vom Feld weg gemeinsam eine Mahlzeit zu. Ein Zelt für Regen oder Hitze ist vorhanden. Ernten – Kochen – Genießen. Dazu gibt es unser frisch gebackenes Ottinger Holzofenbrot.  

15:00 Uhr: Gegen 15.00 Uhr radeln wir über eine aussichtsreiche Strecke weiter nach Taching und am Seeweg entlang entspannt nach Waging zurück (bei Regen kürzen wir ab und sind in einer Viertelstunde zurück).   

15:45 Uhr: Rückkehr nach Waging und Programmende. 

Unkostenbeitrag: 20,-€ pro Person für Erwachsene. Kinder bis 14 Jahre sind frei.

Bitte Vorauskasse unter dem Stichwort „Biogenussradltour“ auf das Konto der Gemeinde Waging IBAN DE61 7105 2050 0000 3200 69.  

Anmeldung im Büro der Ökomodellregion (Veranstalter) bis Freitag, 17.08.2018 unter Tel. 08681/ 400537 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Eine Anmeldung ist noch bis September möglich, Anmeldungen nach dem 17.08.2018 (per Mail oder per Anrufbeantworter) kann die Ökomodellregion erst am 11.09.2018 bestätigen.   

Ein Bericht von Ökomodellregion.

Eingangsbild: Genussradltour rund um Waging und Otting, Bild von Richard Scheuerecker.

Imagefilm zu den bayerischen Ökomodellregionen des BStMELF

Der neue Imagefilm (Ökomodellregionen - der Film) des Bayerischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu den bayerischen Ökomodellregionen ist online.

Unsere Region Waginger See- Rupertiwinkel ist stellvertretend für vielfältige weitere Projekte mit ein paar Beiträgen vertreten – Yvonne Liebl gibt Kochkurse mit saisonalen Biozutaten („Esspedition“) und vertreibt eine Biogenusskiste vom Waginger See, Michael Stöberl vom Gut Edermann in Teisendorf repräsentiert das neu geschaffene biozertifizierte Wirtenetzwerk, zu dem auch das Landhotel Eichenhof in Waging, das Strandkurhaus und der Catering-Service Liebl aus Waging, das Cafe Winklbauer in Tittmoning sowie das Hotel Rehlegg in der Ramsau gehören; Astrid Günther verwendet für ihre Produkte aus der „Chiemgauer Genussmanufaktur“ in Palling Grundzutaten wie Getreide und heimische Öle von Direktvermarktern aus der Ökomodellregion, so von Franz Obermeyer aus Tengling oder von Hans Kraller aus Tittmoning, und Barnhouse-Chefin Sina Nagl stellt ihr enge Kooperation mit Bauern aus unserer Ökomodellregion, vom Isental oder von Tagwerk vor, denen sie faire Preise für Biodinkel und Hafer bezahlt, die über dem Marktpreis liegen, und denen sie eine langjährige Liefersicherheit bietet.

Interessant ist der Querschnitt durch alle bayerischen Ökomodellregionen, die das gleiche Ziel verfolgen: eine Stärkung des Biolandbaus und gemeinsamer ökologischer Projekte mit allen Landwirten, um die Erzeugung und Vermarktung heimischer Bioprodukte aus Bayern zu stärken, aber auch, um einen Beitrag zum langfristigen Erhalt bäuerlicher Betriebe, zum Gewässerschutz und zur Biodiversität zu leisten.

Eingangsbild: Im neuen Imagefilm der Ökomodellregionen ist auch Astrid Günther mit ihren Produkten aus der „Chiemgauer Genussmanufaktur“ vertreten, Bild von Daniel Delang, Ökomodellregion.

Ein Bericht der Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel.

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