Einladung zur Infoveranstaltung Digitales Alpendorf am 28.11.18

Einladung zur Infoveranstaltung Digitales Alpendorf

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Impulsvortrag Digitales Alpendorf am 28. November 2018 im Salitersaal beim Saliterwirt in Kirchanschöring (Kirchplatz 3, 83417 Kirchanschöring)

Programm:

Beginn: 19:00 Uhr
Begrüßung durch Hans-Jörg Birner, 1. Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring und Vorsitzender der Integrierten Ländlichen Entwicklung Wagiger See - Rupertiwinkel

Bürgerdialog: Teilen Sie den Projektverantwortlichen gerne Ihre Wünsche und Anregungen mit!

ca. 20:30 Uhr: Gemeinsamer Ausklang des Abends

Die ILE Waginger See - Rupertiwinkel geht digitale Wege

Seit September 2018 darf sich die ILE-Region mit den Kommunen Fridolfing, Kirchanschöring, Petting, Taching am See und Wonneberg sowie dem Markt Waging am See und der Stadt Tittmoning als Digitales Alpendorf bezeichnen. Die kommenden vier Jahre stehen ganz im Zeichen der Digitalisierung. Das Projekt, das die bayerische Staatsregierung fördert und die Technische Hochschule Deggendorf betreut, entwickelt Zukunftsstrategien und digitale Anwendungen für die Handlungsfelder Dienste, Pflege, Wohnen und Tourismus, um den alpinen Raum für die Zukunft zu stärken. Das Digitale Alpendorf setzt damit im Alpenraum die bayerische Digitalisierungsstrategie fort, welche bereits im Jahr 2017 im Norden Bayerns mit der Steinwald-Allianz (Digitales Dorf Nordbayern) und im Süden mit den Gemeinden Spiegelau und Frauenau (Digitales Dorf Südbayern) ihren Anfang hatte.

Welches Potential die Digitalisierung im ländlichen Raum birgt, bildet das Projekt Digitales Dorf ab. Im Zentrum steht die Frage, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologien die Lebensbedingungen auf dem Land verbessern können. Ziel ist, das analog geprägte Leben digitaler und dadurch lebenswerter und unkomplizierter zu gestalten. Gefördert von der Bayerischen Staatsregierung, unterstützt das Projekt ländliche Räume in Bayern auf ihrem Weg in die Zukunft und umfasst je einen Gemeindeverbund in Süd- und Nordbayern. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, die Arbeitsgruppe SCS, realisiert in Nordbayern das Vorhaben der Steinwald-Allianz. Der Technologie Campus Grafenau betreut in Südbayern das Digitale Dorf in Frauenau und Spiegelau. Die Einrichtung der Technischen Hochschule Deggendorf für angewandte Forschung hat ihren Sitz in Grafenau im Bayerischen Wald und ist in den Bereichen Logistik, räumliche Entwicklung, Big Data Analytics und Applications aktiv. Um auch den bayerischen Alpenraum fit für die digitale Zukunft zu machen, startete im September 2018 das Projekt Digitales Alpendorf für die ILE-Region Waginger See-Rupertiwinkel.

Das Projekt Digitales Dorf will ganzheitliche Erfolgsrezepte schaffen, die – miteinander vernetzt – die Attraktivität des ländlichen Lebensraums erheblich steigern. Die Erkenntnisse, Lösungen und digitalen Anwendungen aus dem Projekt sollen dabei auch auf andere ländliche Regionen Bayerns übertragen werden. Die Landschaften und Menschen Bayerns sind grundsätzlich verschieden und jede Gegend hat ihre eigenen, individuellen Ansprüche. Um den vielen Anforderungen gerecht zu werden und auch andere ländliche Räume an den Vorteilen der Digitalisierung teilhaben zu lassen, ist die Bayerische Staatsregierung dabei, weitere Modellprojekte bzw. Modelldörfer in Bayern zu initiieren. Im Rahmen der Zukunftsstrategie für den bayerischen Alpenraum hat die Staatsregierung Ende 2017 den Wettbewerb für das erste digitale Alpendorf ausgerufen. Das Rennen machte die ILE Waginger See - Rupertiwinkel. Seit September 2018 befindet sich das Projekt in einer ersten Konzeptionsphase. Auch für das digitale Alpendorf zeichnet sich der Technologie Campus Grafenau (TCG) verantwortlich, Unterstützung kommt von der Hochschule Rosenheim. Die ILE-Gemeinden und das Grafenauer Projektteam werten momentan erste Ideen aus und werden im Anschluss konkrete Konzepte erstellen. Es sind digitale Lösungen geplant zur Unterstützung kommunaler und touristischer Dienste sowie Online-Portale für Pflegeeinrichtungen oder das Zukunftswohnen auf dem Land.

Bei der Umsetzung in der ILE-Region Waginger See-Rupertiwinkel fließen die Erfahrungen aus dem Digitalen Dorf Südbayern mitein. Dieses Projekt steckt bereits mitten in der Realisierungsphase. Teilnehmer sind Spiegelau und Frauenau aus den Bayerwald-Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen. Beide Gemeinden sind auf dem besten Wege digitaler zu werden. Oder anders formuliert, die ersten „digitalen Früchte“ werden bald sichtbar sein: Für Frauenau entwickelt das Projektteam momentan eine Rathaus App, die ab Dezember 2018 kostenlos zur Verfügung stehen wird. Damit können die Bürger Gemeindeinformationen und Termine digital abrufen und Formulare und Anträge online an das Rathaus senden. Loch in der Straße, Baum umgefallen? Mit der App kann das Vorkommnis samt Koordinaten und Fotos an die Gemeinde gesendet werden. Nach Erledigung erhält der Bürger umgehend Feedback vom Rathaus. Anfang 2019 erhalten die Grundschulen in Spiegelau und Frauenau ebenfalls eine eigene App. Über diese Schul App können sich Eltern Schulinfos, Elternbriefe, Termine und kurzfristige organisatorische Änderungen digital auf ihr Tablet, Smartphone oder den PC holen. Damit bleiben die Nutzer der gesamten Schulfamilie stets informiert über alle schulischen Angelegenheiten und wichtigen Kontaktdaten. Zugänglich wird die App nur für registrierte Mitglieder der Schulfamilie sein.

Für das Digitale Alpendorf sind die Erkenntnisse aus dem Projekt Digitales Dorf äußerst wertvoll. Erfolgsmethoden, die sich in den Bayerwald-Gemeinden Frauenau und Spiegelau bewähren, sind auch für das Alpenvorland von Interesse. Alle im Digitalen Dorf entwickelten digitalen Anwendungen und Dienste können auf die ILE-Gemeinden übertragen und individuell angepasst bzw. jederzeit erweitert werden. Beste Voraussetzungen also, damit die Ideen der ILE Waginger See-Rupertiwinkel – die im Folgenden näher vorgestellt werden – bald Realität werden.

Ökomodellregion Waginger See – Rupertiwinkel: Naturabenteuer, Biogenuss und Umweltbildung

Der Tourismusverband Waginger See und die Ökomodellregion arbeiten gemeinsam an Chancen, die sich für Einheimische und Gäste aus der Ökomodellregion ergeben.

In der Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel engagieren sich zehn Gemeinden für eine umweltgerechte Landnutzung und entwickeln dazu passende Tourismusangebote. Wichtiges Ziel ist die Förderung des Ökolandbaus, der Erhalt heimischer Betriebe und damit auch die Entwicklung zur Biogenussregion  - denn so werden beste Voraussetzungen für den Erhalt der Landschaft und damit für den Tourismus der nächsten Generation geschaffen. Wissen über Natur- und Kulturlandschaft, Zusammenhänge zwischen heimischer Landwirtschaft,  Biolandbau und Biodiversität weitergeben, die gewachsene Natur- und Kulturlandschaft erlebbar machen und mit gutem Gewissen genießen! In Planung ist eine Plattform mit mehreren Säulen:

Findet Naturabenteuer - Naturabenteuer für Einheimische und Gäste erlebbar machen! Wissen über Natur, Landschaft, Umwelt und Kultur weitergeben. Die Mitmenschen teilhaben lassen an den faszinierenden Naturgeheimnissen der Region Waginger See-Rupertiwinkel. In Planung ist eine zentrale Plattform, die alle buchbaren Naturabenteuer der Region bündelt und Interessierte sowie Anbieter zusammenbringt. Übersichtlich, werbewirksam und professionell gestaltet, informativ aufbereitet in Wort und Bild, direkt buchbar und mit Bewertungs- und Kommentarfunktionen versehen.

Biogenussangebote entdecken – Mitmachangebote und Bioerlebnistouren begeistern für die Herstellung ursprünglicher naturnaher Produkte. Alle Biogenussangebote aus der Region werden gebündelt und vorgestellt, vom Bioanbieter bis zur Produktpalette, von der Bioerlebnistour bis zur Übernachtung auf dem Biohof. Wie komme ich mit dem Fahrrad zum nächsten Biohof mit Einkaufsmöglichkeit, welcher Gasthof bietet regionale Biospezialitäten auf der Speisekarte an? Die Plattform stärkt das bestehende Netzwerk aus Erzeugern, Gastronomie und Hotellerie und entwickelt auch Angebote, die Logistik für das Bionetzwerk aus der Ökomodellregion durch Bestell- und Buchungsmöglichkeiten zu verbessern.

Eine weitere Säule sind Umweltbildungsangebote, die in die Plattform integriert werden können.

Auf der geplanten Plattform werden Interessierte und Anbieter zusammengebracht. Außerdem können Nutzer zukünftig ihr ganz persönliches Erlebnis aus einem vielfältigen und ansprechenden Sortiment aussuchen. Filterfunktion und vorgegebene Kategorien machen eine passgenaue, individuelle Auswahl möglich.

Zukunftswohnen auf dem Land

Leerstände einerseits und begrenzte Verfügbarkeit von Bauflächen andererseits machen eine Veränderung des Wohnverhaltens notwendig. Alternative Wohnformen werden sich in Zukunft durchsetzen, als Antwort auf klassische Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.

Meist fehlen Bauinteressierten kreative Ideen, um baulich neue Wege zu beschreiten. Oder es mangelt an entsprechenden Beratungsangeboten und Rückhalt von Fachleuten, Architekten oder Banken. Den Blick über den Tellerrand schweifen lassen, um ihn für alternative Wohnmöglichkeiten zu schärfen: Eine ansprechende Plattform will dies unterstützen und regionale Bauherren (z. B. in Form von Genossenschaften) mit Architekturbüros oder anderen Akteuren aus dem Bauwesen zusammenzubringen. Ziel ist es, ein Such- und Findungsportal zu entwickeln, auf dem konkrete Projektideen, potentielle Partner, Baulücken oder Leerstände, Referenzprojekte und Hilfen für die Abwicklung von alternativen Bauprojekten gelistet werden. Die Plattform versteht sich jedoch nicht als konventionelle Leerstandsbörse. Vielmehr will sie Menschen vor Ort zusammenbringen und sie für Wohnalternativen begeistern. Vor allem aber ist die Plattform dazu da, den Menschen auf dem Land ein Zukunftswohnen zu ermöglichen.

Digitaler Pflegekompass – Lotse durch Pflege- und Betreuungsangebote

Ein krankheitsbedingter Schicksalsmoment kann eine ganze Familie vor eine ungeahnte, völlig neue Herausforderung stellen: Wie können wir die Pflege des Familienmitglieds zeitnah und angemessen organisieren? Zurück bleiben meist viele offene Fragen zum Thema Betreuung, überforderte Familienangehörige und missverstandene Pflegebedürftige. Um einen Überblick zu schaffen über die Vielzahl an regionalen Betreuungsangeboten, Pflegeeinrichtungen und Hintergrundinformationen ist die Entwicklung einer Vernetzungsplattform geplant. Darin integriert wird ein digitales Nachlagewerk für Ratsuchende sowie Überblicks- und Vergleichsfunktionen für Pflegeeinrichtungen und Betreuungsmöglichkeiten.

Der Digitale Pflegekompass soll schnell und unkompliziert Überblick schaffen über die regionalen Unterbringungsangebote und Pflegedienstleister. Damit können sich Anbieter von Pflegeleistungen in Zukunft vernetzen und ihr Angebot für Pflegebedürftige und deren Angehörige verständlich, ansprechend und übersichtlich abbilden. Filterfunktionen ermöglichen das Vergleichen von Betreuungsangeboten für Pflegebedürftige und Angehörige. Umfassende Informationen zum Thema Pflege sind ebenfalls auf der Plattform verfügbar, um zuverlässig und unabhängig Antworten auf Fragen zur Betreuung zu liefern.

Digitales Rathaus

Die interkommunale Zusammenarbeit der ILE-Gemeinden beschreitet neue digitale Wege. In Planung ist ein zentrales digitales Informations- und Kommunikationsportal, angebunden an Dahoam 4.0. Die Plattform soll den Austausch der Mitarbeiter der verschiedenen ILE-Gemeinden untereinander erleichtern. Dabei wird die Kommunikation digital organisiert, zum Beispiel per Chat oder Messenger Service und die Zahl der ortsabhängigen Besprechungen reduziert. Gerade bei widrigen Wetterverhältnissen, die gemeinsame Treffen erschweren, bietet die digitale Kommunikation eine Alternative. Auf der Planungsliste der ILE-Gemeinden steht zudem die Integration von digitalen Verwaltungsdienstleistungen für Bürger.

Das Projekt Digitales Alpendorf soll den speziellen Herausforderungen des ländlich geprägten Alpenraums Rechnung tragen. Gemeinsam mit den Bürgern sucht der Technologie Campus Grafenau nach praktikablen Alltagslösungen, entwickelt digitale Anwendungen und leistet Hilfestellung bei deren Einbeziehung in den Alltag. Um den Weg der ILE-Gemeinden in die digitale Zukunft zu ebnen.

Haben Sie Ideen, Wünsche oder Anregungen für das Projektteam? Oder haben Sie Fragen zum Projekt? Das Team Digitales Alpendorf hilft Ihnen gerne weiter.

Technologie

Campus

Grafenau

Hauptstraße 3

94481 Grafenau

Matthias Oswald

Projektleiter Digitales Alpendorf

Tel: +49 (0)8552/ 97 56 20-66

mailto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Frank Edenharter

Projektmitarbeiter

Tel: +49 (0)8552/ 97 56 20-37

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Bescheidübergabe für Machbarkeitsstudie „Regionalwerk"

23 Kommunen aus vier Leader-Aktionsgruppen (LAG) beteiligen sich an der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein noch nicht näher definiertes regionales Energieversorgungsunternehmen mit dem Arbeitstitel „Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel“. Die auf gut 80 000 Euro geschätzten Kosten für die Studie werden über das Leader-Programm mit 60 Prozent bezuschusst; so verbleiben für die Kommunen noch gut 30 000 Euro selbst zu finanzieren. Der Förderbescheid ist jetzt in Waging überreicht worden.

Und darum geht es: Es soll ein Konzept erstellt werden, um die Energieversorgung in der Region in eine interkommunale Trägerschaft zu überführen. Denn, so heißt es im Förderantrag, „für die aktive Gestaltung der zukünftigen Energieversorgung vor Ort sind regionale Unternehmen unter Beteiligung kommunaler Akteure sowie ortsansässiger und strategischer Partner eine optimale Plattform“. Mögliche Bereiche könnten sein: „dezentrale Erzeugungsstrukturen, Eigenerzeugung und Speicherung von Energie, Verbesserung der Energieeffizienz“.

Zusammengefasst werden die Ziele dieses „Regionalwerks“ wie folgt: Steuerung und Umsetzung der Energiewende vor Ort, umweltfreundliche und zukunftsfähige Daseinsvorsorge in der Region, Bündelung und Koordination regionaler Energiekompetenz, Aufbau regionaler Wirtschaftskreisläufe und Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum. Und die angestrebte Studie soll eruieren, ob so etwas machbar ist. Unter anderem sollen da sowohl bereits bestehende als auch neue Energie-Initiativen eingebunden werden. Nicht zuletzt gehe es darum, sich von den  Großkonzernen abzukapseln und durch eigene Initiativen dafür zu sorgen, dass die Gewinne auch in der Region bleiben.

Es sei eine echte Herausforderung, meinte Leader-Koordinator Sebastian Wittmoser vom AELF Rosenheim, der den Förderbescheid übergab, so viele Gemeinden aus ganz verschiedenen Gebieten dabei unter einen Hut zu bringen, zumal nicht überall die gleiche Sensibilität für dieses Thema vorhanden sei. Allein schon von daher müsse die Vernetzung der beteiligten Kommunen bei dem Projekt an erster Stelle stehen. Bisher habe man das gut hingebracht: „Jetzt müssen wir schauen, was dabei rauskommt.“

Beteiligt sind die folgenden Kommunen: aus der LAG Traun-Alz-Salzach Halsbach, Kirchweidach, Tyrlaching, Feichten, Fridolfing, Kirchanschöring, Palling, Petting, Taching, Tittmoning, Waging und Wonneberg, aus der LAG Berchtesgadener Land Ainring, Laufen, Saaldorf-Surheim und Teisendorf, aus der LAG Chiemgauer Seenplatte Breitbrunn, Kienberg, Obing, Pittenhart und Schnaitsee, sowie von der LAG Chiemgauer Alpen Marquartstein und Siegsdorf.

Leader-Vorsitzender Konrad Schupfner erwähnte in dem Zusammenhang die erfolgreichen Arbeit der LAG Traun-Alz-Salzach. In den paar Jahren ihres Bestehen habe die Aktionsgruppe, bestehend aus 15 Gemeinden – zehn im Landkreis Traunstein, fünf in Altötting – bereits zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, die mit insgesamt 900000 Euro bezuschusst worden seien. Mit der Unterstützung der LAG-Managerin Elke Ott „haben wir einen guten Start hingelegt. In kurzer Zeit wurde viel aus dem Boden gestampft“. Auch die für Leader-Projekte vorgeschriebene Bürgerbeteiligung habe stets gut funktioniert. Den Leader-Koordinator Wittmoser bezeichnete Schupfner als „Taufpaten“ der LAG.

Die Initiative für ein Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel“ ist wesentlich von den Gemeinden Kirchanschöring und Pittenhart ausgegangen. Dabei gehe es, so der Kirchanschöringer Bürgermeister Hans-Jörg Birner, vor allem darum, die Energieversorgung – Erzeugung, Betrieb und Dienstleistungen – selbst in die Hand zu nehmen. Die Machbarkeitsstudie solle, so ist es angepeilt, bis Mitte dieses Jahres vorliegen.

Ein Bericht von Hans Eder.

Eingangsbild: Bei der Übergabe des Förderbescheids in der Waginger Tourist-Info, von links: die LAG-Regionalmanagerin im Berchtesgadener Land Meike Meßmer, der Berchtesgadener Bürgermeister Franz Rasp, Leader-Koordinator Sebastian Wittmoser, die Bürgermeister Hans-Jörg Birner (Kirchanschöring), Konrad Schupfner (Tittmoning) und Herbert Häusl (Waging), LAG-Managerin Elke Ott von der LAG Traun-Alz-Salzach, der Geschäftsführer der Marktgemeinde Waging am See, Franz Röckenwagner, und LAG-Manager Christian Fechter (LAG Chiemgauer Seenplatte), Bild von Hans Eder.

Konzepterstellung für ein Kernwegenetz im Gebiet der ILE

Ein - im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept Waginger See -Rupertiwinkel definiertes - Entwicklungsziel der Region ist ein leistungsfähiges Wegenetz. Es soll einer zunehmend überbetrieblich organisierten und überörtlich agierenden Landwirtschaft dienen. Die Anforderungen an das ländliche Wegenetz haben sich auf Grund des Strukturwandels und des technischen Fortschritts in der Land- und Forstwirtschaft, aber auch wegen der zunehmenden Bedeutung der Wege für den Bereich Freizeit, Tourismus und Regionalvermarktung stark gewandelt. Um diese Multifunktionalität des Wegenetzes zu verbessern, planen die Mitgliedskommunen der ILE das ländliche Kernwegenetz zu ertüchtigen.

Gemeinsam mit der BBV-Land Siedlung arbeiten die Kommunen derzeit an der Erstellung eines interkommunalen Konzepts für ein ländliches Kernwegenetz im Gebiet der Mitgliedskommunen der Integrierten Ländlichen Entwicklung. Das Projektgebiet der ILE umfasst eine Größe von ca. 265 km² mit rund 25.000 Einwohner.

Eingangsbild: Gruppenbild der Bürgermeister der ILE Waginger See - Rupertiwinkel zur Auftaktveranstaltung, rechts auf dem Bild die Projektleiterin Susanne Geierhos von der BBV LandSiedlung

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