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Nachhaltigkeit in den Gemeindeverwaltungen

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In den Konzepten der Regionalinitiativen in der Region Waginger See - Rupertiwinkel, dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK), der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) LEADER Traun-Alz-Salzach und auch in den kommunalen Beschlüssen zur Ökomodellregion findet sich das Thema Nachhaltigkeit als zentrales Element. Doch die Festlegung des Nachhaltigkeitsaspekts im kommunalen Handlen ist das Eine. Das Andere und bei weitem Komplexere ist das Umsetzen dieser Beschlüsse.

Diese Aufgabe sollte strategisch und mit fachlicher Begleitung angegangen werden. Daher wurde von der Integrierten Ländlichen Entwicklung für alle Verwaltungen dieses Verbundes eine kleine Schulungsreihe mit Hilfe von C.A.R.M.E.N. e.V. erstellt.

Am ersten Tag im Juni wurde das Thema der nachhaltigen Beschaffung mit den Schwerpunkten „rechtliche Grundlagen und Vergaberecht für eine nachhaltige Beschaffung“ und Arbeiten mit der Plattform „Kompass Nachhaltigkeit für die Öffentliche Beschaffung" bearbeitet.


In Kleingruppen (von links: Peter Schuster, Geschäftsleiter der Gemeinde Kirchanschöring; Ursula Mesch vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern; Angelika Höß vom Auftragsberatungszentrum Bayern und Bernhard Kraus, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Waging) wurden Fallbeispiele bearbeitet und der Kompass Nachhaltigkeit in der Praxis angewendet; Bild von ILE.

Besonders interessant war es dabei, die bereits derzeit bestehenden, rechtlichen Möglichkeiten kennenzulernen und mit dem „Kompass Nachhaltigkeit“ ein Werkzeug für die tägliche Arbeit vorgestellt zu bekommen.


Links: Bernhard Kraus, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Waging bei der Präsentation der Ergebnisse; Rechts: Julia Lehmann von C.A.R.M.E.N e.V., die gemeinsam mit ihrer Kollegin Jutta Einfeldt den Workshop leitete; Bild von ILE.


Mittlerweile fließen diese Informationen auch mehr und mehr in die alltägliche Beschaffung der Verwaltungen ein.
Weitere Information zu diesem Thema, auch für kleinere und mittlere Unternehmen, finden sie unter http://www.kompass-nachhaltigkeit.de

Ein weiterer Termin im Herbst beschäftigte sich dann mit dem Thema Nachhaltiges Bauen in der Kommune. Dabei wurde nicht nur das Thema Neubau betrachtet, sondern auch auf Möglichkeiten im Bestand und bei Sanierungsarbeiten eingegangen.
Mitarbeiter aus den Bauabteilungen der Kommunen konnten sich hier über die unterschiedlichsten Aspekte zu diesem Thema informieren.
Einen großen Part nahm wieder das Vergaberecht ein. Und wieder zeigte sich, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen bereits gegeben sind, den Aspekt der Nachhaltigkeit als Vergabekriterium aufzunehmen. Jedoch muss die Vergabe mit allen Rahmenbedingungen sehr gut vorbereitet werden.


Der Rechtsanwalt, Dr. Marcus Hödl Fachanwalt für Vergaberecht, Bau- und Architektenrecht bei Kapellmann und Partner Rechtsanwälte referierte zum Thema Vergaberecht und Nachhaltigkeit, Bild von ILE.

Als sehr hilfreiches Werkzeug wurde dabei das ökologische Baustoffinformationssystem WECOBIS vorgestellt. Damit wurde direkt an Beispielen gearbeitet.
Hierzu können sie sich ebenfalls im Internet unter http://www.wecobis.de/ informieren.


Herr Dipl.-Ing. Robert Kellner beantwortet die Fragen der Workshopteilnehmer zum ökologischen Baustoffinformationssystem WECOBIS, Bild von ILE.

Beide Workshops zeigten die bereits jetzt bestehenden, vielfältigen Möglichkeiten der öffentlichen Verwaltungen in diesem Bereich auf. Es wurde aber auch deutlich, dass man sich als Verwaltung aktiv und intensiv damit auseinandersetzen sollte, um das Thema Nachhaltigkeit erfolgreich im täglichen Ablauf und den „großen Entscheidungen“ zu etablieren.

Diese Workshop-Reihe war ein Beispiel für das erfolgreiche Wirken einer interkommunalen Kooperation. Für eine Kommune alleine wäre es äußerst schwierig gewesen, eine solch hochqualifizierte Schulung mit all den Experten vor Ort zu organisieren.

Ein Bericht von der Gemeinde Kirchanschöring.

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